Droht der Schweiz die grosse Immobilienblase?
06.06.2011 
Der Schweizer Wohnimmobilienmarkt boomt. Er befindet sich laut einem neu lancierten Index der UBS aber nicht in einer Blase. Allerdings gebe es Risikoregionen, insbesondere am Zürich- und am Genfersee.
Aktuell seien die Risiken für eine Immobilienblase gemäss diesem Bericht in den Regionen Zürich, Genf und Lausanne am höchsten, teilte diese Grossbank mit. Grössere Risiken bestünden auch in den Agglomerationsregionen Zug sowie am Zürichsee in den Regionen Pfannenstiel, March und Zimmerberg sowie am Genfersee in Vevey und Nyon.
Sechs Komponenten
Vorsicht geboten
Für die Bankexperten ist heute mit Blick auf die starken Preissteigerungen bei Eigenheimen in der Schweiz Vorsicht geboten. Immobilienblasen stellen ein substanzielles Risiko für Volkswirtschaften dar, wie die USA, Spanien, Irland und andere Länder in jüngster Vergangenheit erfahren mussten. Angetrieben wird der Schweizer Immobilienmarkt von seit Jahren sehr tiefen Zinsen und dem Bevölkerungswachstum im Zuge der Personenfreizügigkeit mit der EU.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat schon mehrfach vor einer Blase gewarnt. Sie verfolgt die Vergabepraxis der Banken aufmerksam, damit nicht an Kunden Hypotheken vergeben werden, die bei steigenden Zinsen ihre Raten nicht zahlen können.
Seit der Finanzkrise liegt der Leitzins der SNB auf Rekordtief. Die Normalisierung der Geldpolitik lässt auf sich warten: Viele Ökonomen rechnen nicht damit, dass die SNB im Juni erstmals den Leitzins wieder erhöht. Denn damit dürfte sich der bereits rekordteure Franken gegenüber Euro und Dollar weiter aufwerten, was die auslandorientierte Wirtschaft weiter belasten würde.
Quelle: Tages Anzeiger, 31.5.2011
Posted by:
Claude Ginesta
Anteil / Share
">







Leave a Reply